|
Thema
Vortrag: Das Kleingedruckte der Körpersprache
Dr. Ute Blaschke-Berthold
So, begonnen hat es damit, das Ute erklärte das das Kommunikationsverhalten der Bienen siet 1946 erforscht wurde. Dabei hat man verschiedene Schwänzeltänze beobachten und auswerten können. Das ist ja jedem bekannt. Das aber erst im Jahr 2006 noch Schnarrgeräusche beobachtet wurden weiß keiner.
Der Hund hat sicher noch viel mehr Signale als wir sie überhaupt wahrnehmen können. Und es ist wichtig den Hund gut zu beobachten.
Beobachten, aber nicht interpretieren sollte deshalb erstmal an erster Stelle stehen.
Also sollten wir ein Ethogramm unseres Hundes erstellen.
Darin wird ohne Interpretation!!! geschrieben, welche Haltung die Ohren, die Rute, die Gewichtslagerung, die Augen, die Nase..........in den unterschiedlichen Situationen einnehmen. Dazu gehören: Beim Fressen, Begrüßen bekannter und unbekannter Menschen, Spielen, Rennen......
Erst wer da genau das Aussehen des Körpers und der Mimik beschreiben kann, hat seinen Hund beobachtet.
Stresssignale wie Schweisspfoten, züngeln, erhöhte Herztätigkeit, hecheln............können vom Hund nicht bewußt gesteuert werden. Sie kommen völlig unterbewußt durch.
Ausser den Stressignalen sind noch Verhandlungssignale bekannt. Nach Brenda Aloff können Signale wie Kopfwegdrehen, Hinsetzen, Hinlegen und langsamer laufen zu den Verhandlungssignalen zählen: ( Bitte immer im Kontext sehen). Es handelt sich dabei immer um eine Verhandlung der Distanzen.
Die Vorderkörpertiefstellung wurde immer als Spielaufforderung beschrieben. Das aber ist so nicht korrekt. Denn diese Stellung wird ja oft während eines sich im Gange befindlichen Spiels gezeigt. Sie kann auch ein Verhandlungssignal sein, z.B. bei Rennspielen. Damit wird oft das Spiel verlangsamt oder es wird gemacht, wenn eine hUnd sich dem anderen noch mehr nähern möchte.
Diese Vorderkörpertiefstellung sieht anders aus zu einer Vorderkörpertiefstellung, wenn ein anderer Hund eine Ressource hat. Dabei muss die Rutenhaltung immer genau beobachtet werden.
Zu dem Thema Distanz kam ein kleines interessantes Gespräch auf. Man kann häufig in Hundeschulen beobachten, dass die Hunde kein Sitz oder Platz machen wollen. Wirklich mal fotografieren oder filmen lassen. Es ist meist ein Distanzproblem. Niemals!!! die Hunde dazu zwingen. Lieber den Hund einige Meter vom nächsten Mensch/Hund entfernt versuchen erneut abzulegen. Werden auch da Signale ausgesand, dann bitte forschen und auf Blicke und Körperhaltungen achten.
_________________  Bea mit Maja , Aron, Pörzel und Silas Solange Hunde noch in Tierheimen oder Tötungsstationen auf ein Heim warten, solange wird bei uns kein Hund eines Züchters einziehen.
|